Buchmessebericht Frankfurt 2018

Wie jedes Jahr war ich auch dieses Jahr wieder auf der Buchmesse. Für mich ist das immer ein ganz besonderes Erlebnis und ich freue mich jedes Mal sehr auf das Event. Vor allem ist es eine tolle Gelegenheit, um Kollegen zu treffen, sich über die Arbeit und andere Dinge auszutauschen, um Lektoren endlich mal persönlich kennenzulernen, um seine Arbeit vorzustellen, um neue Leute kennenzulernen, um sich weiterzubilden und natürlich um die neusten Produkte und Projekte der ausstellenden Verlage zu bewundern.

Den Bericht von 2017 findet ihr hier und von 2016 hier.

Ich bin also am Donnerstagmorgen aufgebrochen, um mit dem Zug nach Frankfurt zu fahren. Wie immer war auch das wieder ein Abenteuer für sich. Meistens sind die Zugfahrten anstrengender als die Messe selber, weil man trotz Zugbindung nie weiß, wann, mit welchem Zug und ob man überhaupt ankommt. Aber wem erzähle ich das? Man nimmt halt das, was man kriegen kann. 🙂

Mit circa einer Stunde Verspätung bin ich dann aber zum Glück im Frankfurter Bahnhof angekommen und konnte meinen Koffer ins Hotel bringen und mich anschließend zum Messegelände begeben.

Wie seit ein paar Jahren üblich muss man für die Taschenkontrolle einige Minuten einplanen, bevor man sich dann endlich ins Getümmel stürzen kann. Obwohl Donnerstag ein Fachbesuchertag ist, war Halle 3.0 schon gut gefüllt. Man hatte allerdings noch Luft in den Gängen, was am Samstag nicht mehr der Fall war. Zumindest nicht in dieser Halle.

Jetzt folgen ein paar Bilder:

Der erste Stand in Halle 3, auf den ich gestoßen bin, ist das Autorensofa, ein Zusammenschluss von Selfpublishern.

Weiter ging es gleich zu dem bunten Stand vom Frechverlag/TOPP-Kreativ

frechverlag / TOPP-Kreativ

frechverlag / TOPP-Kreativ

Und dann war ich auch schon mitten im Geschehen und zwischen Ständen, Menschen, Büchern und alles, was damit zu tun hat, eingekesselt. 🙂

Natürlich gibt es nicht nur Bücher zu sehen.

Es gab auch wieder Gespräche mit besonderen Persönlichkeiten. Dieses Jahr habe ich einem Interview mit Frank Thelen beigewohnt,

ich war kurz beim blauen Sofa,

David Sedaris auf dem blauen Sofa

David Sedaris auf dem blauen Sofa

war bei einem Gespräch mit Sophia von Dahlwitz zugegen,

habe mir verschiedene Diskussionsrunden in der Selfpublishing-Area angehört (ist übrigens auch ein guter Ot, um mal zu verschnaufen und sich mal hinzusetzen 😉 )

und war auch beim Amazonpublishing-Stand, der sich diesmal in einer ganz anderen Ecke befand.

Da es, wie gesagt, auf der Buchmesse nicht nur Bücher gibt, die man sich anschauen kann, sondern auch einen Bereich für Non-Books, und da sogar ein Award vergeben wird, habe ich mir das natürlich auch mal angesehen.

 

Da ich als Illustratorin an den Fachbesuchertagen, ehrlich gesagt, nicht viel von der Messe mitbekomme, habe ich hier alle drei Tage zusammengefasst.

Es war das erste Mal, dass ich drei Tage auf der Messe war. Und am Ende des jeweiligen Tages war ich komplett fertig von den ganzen Eindrücken.

Leider habe ich es verpasst, Fotos mit den Menschen zu machen, die ich kennenlernen durfte, oder die ich nach langer Zeit wiedergetroffen habe. (Schande über mich) Aber manche Erinnerungen behält man eben einfach auch im Kopf, ohne Fotobeweis.

Ich freue mich definitiv jetzt schon auf die nächste Messe und hoffe, dass ich noch mehr Zeit mit den Menschen verbringen kann, die ich während des Jahres nicht sehe.

Als Tipp kann ich euch noch mitgeben, dass ihr bequemes Schuhwerk tragen solltet. Ich laufe zwar immer nur durch eine Halle, aber sehr oft von einer Seite zur nächsten und wieder zurück. Falls ihr euch noch gerne die anderen Hallen anschauen wollt, braucht ihr die bequemen Schuhe noch dringender. Das sind teilweise viele, viele Meter, die man da zurücklegt.

Am besten zieht ihr euch Kleidung an, die nicht zu warm ist, denn in den Hallen ist es sehr, sehr heiß. Und bei dem tollen, sonnigen Wetter, das wir  hatten, noch mehr.

Und als letzten Tipp: Habt einfach Spaß und geht respektvoll mit den anderen Menschen um. Habt Spaß, seit freundlich und alles wird gut 🙂

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Rezension: Gebrauchsanweisung für Island

Island Gebrauchsanweisung cover

Das Buch “Gebrauchsanweisung für Island“* wurde von Kristof Magnusson geschrieben und ist im Piper Verlag erschienen. Mir wurde das Buch freundlicherweise über netgalley zur Verfügung gestellt.

Island ist ein Land, das mich seit vielen Jahren sehr fasziniert, deshalb ist mir das Buch gleich ins Auge gestochen. Auch wegen dem Cover, das natürlich ein absoluter Hingucker ist. Dieser winzige Mensch mit diesem riesigen Wasserfall im Hintergrund. Was für eine Naturgewalt und diese wunderschönen Farben (hach).

Die Art, wie Kristof Magnussons die isländische Mentalität beschreibt, hat mir sehr gut gefallen. Immer mit ein bisschen Humor, Augenzwinkern, aber auch kritisch. Man merkt schnell, dass Island ein Land ist, bei dem es sich lohnt, etwas tiefer zu graben und etwas mehr in die Geschichte einzutauchen, um die Dinge zu verstehen, die auf dem ersten Blick widersprüchlich erscheinen.

Dieses Buch ist wirklich mehr als Gebrauchsanweisung zu verstehen und weniger als Reiseführer. Der Autor führt uns durch die Geschichte von Island, ihre Entstehung, die raue teilweise unberührte Natur, die dort zu finden ist, und zeigt uns so, wie das Land zu verstehen ist. Es geht los bei dem unaussprechlichen Vulkan Eyjafjallajökull, der die Welt mehrere Tage in Atem hielt, über die Mythologie und die heißen Töpfe zur Finanzkrise und wie es dazu kommen konnte.

Da Kristof Magnusson selber Isländer ist, allerdings in Deutschland aufgewachsen, hat er natürlich eine ganz besondere Sicht auf Land und Leute. Durch die familiäre Nähe zu dem Land hat er mehr Einblicke in den Alltag und das Leben der Menschen als so mancher andere. Gleichzeitig schafft er es, manche Dinge mit einem Zwinkern zu sehen und andere mit einem kritischen Auge. Und er beantwortet die Fragen, die man sich als Außenstehender öfter mal fragt, wenn man auf dieses Land mit den wenigen Einwohner blickt. Wie schaffen sie es, all ihre politischen Verpflichtungen einzuhalten oder mehrere Berufe gleichzeitig auszuüben?

Ich fand es extrem interessant zu lesen, wie die Isländer so ticken, welche Vorfälle die Menschen geprägt haben, und was die Badekultur für sie bedeutet. Ich hatte einige Aha-Momente und musste oft schmunzeln. Manche Stellen waren mir hingegen zu langatmig. Schade fand ich auch, dass nur wenige Sehenswürdigkeiten angesprochen wurden, aber es ist eben kein Reiseführer.

Andererseits hat mir besonders die persönliche Note gefallen, die der Autor mit reingebracht hatte. Wie er Island als Kind erlebt hat, die Besuche bei Freunden und Familie, und was er selber über manche Entwicklungen denkt usw.

Fazit

Dieses Buch ist für jemanden gedacht, der noch nicht allzu viel über die Insel weiß, sich aber ein wenig einlesen will. Es ist ein guter Einstieg, um ein bisschen mehr über Islands Geschichte und das Wesen der Leute zu erfahren, die dort leben.

Titel: Gebrauchsanweisung für Island
Preis: 12,99 € (ebook)  15,00 € (Taschenbuch) 28,00€ (gebundenes Buch)
Seiten: 208 (gebundenes Buch)
ISBN: 978-3-492-99052-3

auf Reisen (Mallorca-Kurztrip)

Anfang März habe ich mich aufgemacht und eine kleine Auszeit genommen. Da ich vor drei Jahren das letzte Mal in Urlaub gefahren bin, habe ich mich sehr auf die kleine Reise nach Mallorca gefreut. Leider waren es nur vier Tage. Aber es wurde echt noch mal Zeit, ein anderes Land zu bereisen und den Alltag hinter mir zu lassen. Alleine schon wegen dem Wetter hat es sich sehr gelohnt. Hier waren es 5° C und auf Mallorca zwischen 15° und 20 ° C.

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Unser Hotel war ganz in der Nähe vom Strand Playa de Palma. Es war zwar noch nicht warm genug, um sich am Strand zu legen, aber lange Strandspaziergänge waren drin und die habe ich auch besonders genossen. Das Meeresrauschen, die anrollenden Wellen, der Blick über das Meer, das bis zum Horizont reicht. Wunderschön.

Bei einem abendlichen Spaziergang haben wir diese tolle Sandburg entdeckt. Ein Kunstwerk für einen Tag:

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Am nächsten Tag sind wir dann mit einer historischen Bahn von Palma nach Sóller gefahren. Richtig genial fand ich die Bänke, bei denen man die Lehnen so verstellen konnte, dass man entweder vorwärts oder rückwärts fährt. Die Fahrt durch das Gebirge hat mir auch sehr gut gefallen. Die tolle Ausicht, die blühenden Mandel- und Zitronenbäume, die Fahrt durch die Tunnel. Sehr empfehlenswert.

In Sóller haben wir uns dann schnell die kleine Ausstellung von Miró angeschaut. Anschließend sind wir mit einer kleinen Straßenbahn zum Hafen Puerto Sóller gefahren.

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Am dritten Tag sind wir mit einem Mietwagen zum Cap de Formentor gefahren. Obwohl die Fahrt dorthin sehr eng und kurvig war, vor allem die Berge hoch und runter, hat es sich sehr gelohnt. Die Aussicht war echt atemberaubend.

Anschließend sind wir noch zum Hafen von Alcudia gefahren und sind am Strand entlang spaziert.

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Den letzten Tag haben wir in Palma verbracht. Ja, ein bischen shoppen muss auch sein :-). Es war auch noch Zeit, um einen kleinen Abstecher in die Markthallen zu machen. Unglaublich, was da alles angeboten wird. So viele verschiedene Fische, Krabben und Tintenfische auf einmal habe ich noch nie gesehen.

Abends war dann leider die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen. Schade, die Tage sind viel zu schnell vorbei gewesen.

Ich hoffe, euch hat mein kleiner Bericht gefallen. Mallorca ist so viel mehr als nur Ballermann 6 (in der Nähe war unser Hotel) und ein super Tipp, wenn man im März keinen Schnee mehr sehen kann und Sonne tanken will.