Rezension – Ready Player One von Ernest Cline

ready player one Cover

Ich habe das Buch „Ready Player One„* von Ernest Cline schon vor ein paar Wochen gelesen, brauchte aber etwas Zeit, um die Rezension zu schreiben.

In dem Buch geht es um Wade Watts, auch bekannt als Parzival. Er lebt in einer möglichen Zukunftsversion unserer Welt. Genauer gesagt im Amerika des Jahres 2045. Die Erde ist größtenteils zerstört und die Gesellschaftsstruktur zusammengebrochen. Die Menschen leben in aufeinandergestapelte Wohnmobile. Es lohnt sich kaum noch sich in der realen Zeit aufzuhalten. Die meisten Menschen leben in der virtuellen Welt namens Oasis. Eigentlich ist es nur ein Spiel, das allerdings für viele zu einer Art Parallelleben geworden ist. Sie befinden sich permanent in dieser Welt, und legen die virtuelle Brille nur zum Schlafen ab. Die Oasis wurde von James Halliday, programmiert.
Dort gibt es alles, was man sich nur wünschen kann: verschiedene Planeten, die man erkunden kann, Grundstücke und Häuser, die man erwerben kann, es gibt sogar die Möglichkeit dort die Schule zu besuchen, man kann virtuelle Kämpfe ausfechten, usw.
Das Besondere an dieser Welt sind jedoch die Easter Eggs, die James Halliday dort versteckt hat. Kurz vor seinem Tod versteckt Halliday ein Easter Egg, das dem Entdecker das Erbe der Oasis und Hallidays Vermögen sichert. Seitdem ist eine riesige Jagd darauf ausgebrochen, bei der es leider nicht immer mit rechten Dingen zugeht und so manche Firmen sogar über Leichen gehen und das nicht nur virtuell.
Das Buch wird aus der Perspektive von Wade Watts erzählt. Er und auch seine Freunde sind ziemliche Einzelgänger. Sie leben in der virtuellen Welt und haben sich dort eine andere Identität aufgebaut. Wade hat manchmal Momente, in denen er merkt, dass er eigentlich einsam ist, aber diese Momente verfliegen schnell wieder.
Er ist total besessen von der Jagd. Seine gesamte Zeit benutzt er damit zur Schule zu gehen oder tausende Mal die gleichen Filme anzuschauen oder die Spiele durchzuspielen, die Halliday in seinem Almanach erwähnt. Er kann sogar ganze Filme eins zu eins nachsprechen.
Mir gefiel der Schreibstil selber ganz gut, auch wenn alles etwas langatmig ist. Die Geschichte beinhaltet zahlreiche Bezüge zur Popkultur der Achtzigerjahre. Jeder, der etwas mit PacMan oder Donkey Kong anfangen kann, wird hier so einiges wiedererkennen und das sehr im Detail.
Als Kind der 80er Jahre, habe ich natürlich nicht alle Anspielungen verstanden, aber das eine oder andere war mir durchaus bekannt und hat Erinnerungen wachgerufen. Leider fand ich manche Szenen und Erklärungen viel zu ausführlich beschrieben. Man merkt, die Begeisterung des Autors für diese Zeit. Aber es war doch sehr ermüdend die ganzen Details der Spiele und Filme seitenweise lesen zu müssen. Die ganze Zeit habe ich darauf gewartet, dass es endlich mit der Geschichte weitergeht.
Andererseits kann ich mir das als Film richtig gut vorstellen. Wenn es gut umgesetzt ist, denke ich könnte mir der Film vielleicht noch besser gefallen, weil es keine Längen gibt, da alles bildlich dargestellt ist. Ich freue mich total auf den Film.
Für jeden, der etwas mit den 80er Jahren anfangen kann, kann ich das Buch definitiv empfehlen, für alle anderen könnte es ein wenig langweilig sein, über Filme, Spiele und Bücher zu lesen, die einem unbekannt sind.

Titel: Ready Player One
Preis: 9,99 € (ebook)  9,99 € (Taschenbuch)
Seiten: 544 (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-596-296590
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Rezension: Smoke – interessanter Genremix

carl`s books

amazon

In dem Buch »Smoke« von Dan Vyleta (carl`s books) geht es, wie der Titel schon sagt, um Menschen, die rauchen, wenn sie etwas Schlechtes oder Böses denken oder tun, bzw. wenn sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Der beliebte Charlie und der eher unbeliebte Thomas lernen sich in einem Internat für Eliteschüler kennen. Als Gentleman werden sie dazu angehalten, darauf zu achten, dass möglichst wenig Rauch entsteht, was Thomas nicht gerade leicht fällt. Bei einem Schulausflug nach London machen sie so einige Entdeckungen, die an ihrem Weltbild rütteln. Seitdem fallen ihnen immer mehr sonderbare Dinge auf, über die gewisse Leute mehr zu wissen scheinen.

Das Cover ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Es zeigt London als mysteriöse, geheimnisvolle Stadt. Der malerische Effekt erinnert einen direkt daran, dass es hier um Smoke, also Rauch geht. Die verschnörkelte Schrift hat einen 3D-Effekt, den man spüren kann.

Die Geschichte fängt sofort spannend an. Man wird in eine Art Prüfung reingeworfen und kommt direkt mit dem Rauch in Berührung. Bereits zu Anfang merkt man, dass Rauch nicht gleich Rauch ist. Keiner weiß, wo der Rauch herkommt, warum er plötzlich da war, was die verschiedenfarbigen Rauchschwaden zu bedeuten haben. Er ist hell oder farbig oder schwarz wie Ruß und ansteckend. Das hat mich direkt fasziniert und ich war genauso neugierig, wie die Protagonisten, mehr darüber herauszufinden.

Eigentlich ist der Rauch für Thomas und Charlie das natürlichste der Welt, doch nach dem Ausflug nach London ändert sich alles und wir begeben uns mit den beiden Freunden auf eine Reise, die Wahrheit zu erfahren.

Durch das mehr oder weniger bekannte Setting fällt es einem leicht in die Welt einzutauchen. Der Rauch führt die Menschen vor und offenbart ihr Innerstes. Jede einzelne Sünde und jeder Gedanke ist für alle offen einsehbar. Hier werden die Unterschiede in der Gesellschaft offensichtlich. Die einen halten sich so gut es geht zurück (manche mittels Tricks), anderen ist es egal, ob sie rauchen, noch andere suchen den Rauch und lassen sich davon zur Sünde verführen.

Der Autor wirft gesellschaftspolitische Themen auf und verknüpft Historisches mit Fantasy- und Gruselelementen, wobei man durchaus auch einige Krimiaspekte erkennen kann. Man wird selber dazu angehalten, darüber nachzudenken, was Gut und Böse ist, wann ein Gedanke oder eine Tat sündhaft ist.

Der Schreibstil war sehr interessant und hat mir ganz gut gefallen. Ausschweifend, beschreibend, umschreibend, bildhaft, detailreich. Der Autor schafft es mühelos dem Leser die düstere Zeit näherzubringen, in der Armut und Reichtum auseinanderklaffen und in seinen Extremen aufeinandertreffen. Hier braucht man nicht mehr viel Fantasie, sich die Welt vorzustellen, man muss nur den Ausführungen des Autors folgen. Die Perspektivwechsel, manchmal sogar von der dritten in die erste Person, sind sehr gut gelungen und mir hat es Spaß gemacht in verschieden Rollen zu schlüpfen.

Leider gab es auch einige Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben.

Oft wurden Dinge beschrieben, die nur im Hintergrund passiert sind, was die Welt zwar plastischer macht, mich aber zu sehr von der eigentlichen Handlung abgelenkt haben. Manche Szenen in dieser Geschichte fand ich unnötig und verwirrend. Auch die gefühlte Zeit, die zwischen den Geschichten vergangen ist, war mir zu lang, was wohl auch an den vielen Beschreibungen lag. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich lese und lese und ich komme einfach nicht weiter.

Die Protagonisten sind zwar ganz gut ausgearbeitet, sie kamen mir jedoch nicht so nahe, wie ich es mir gewünscht hätte. Mir fehlten die Dialoge und die Interaktion der Protagonisten untereinander. Auch die Dreiecksgeschichte fand ich überflüssig und nicht nachvollziehbar. Besonders gut hat mir wiederum gefallen, dass man die ganze Zeit nicht so genau weiß, wer eigentlich der Gute und wer der Böse ist.

Leider hat das Buch nicht das gehalten, was es mir versprochen hat. Durch den Klappentext habe ich ein völlig andere Geschichte erwartet. Ich hatte mir erhofft mehr über den Rauch zu erfahren, was jedoch bis zum Schluss nicht wirklich aufgelöst wird.

Alles in allem ist es eine sprachgewaltige und besondere Geschichte, die viele Fragen aufwirft, jedoch keine Lösungen bereit hält. Man muss sich darauf einlassen können. Das Buch ist für jeden, der sich die Welt gerne vom Autor beschreiben lässt und sich nicht von Nebensächlichkeiten ablenken lässt.

Das Buch wurde mir im Rahmen einer Leserunde von Lovelybooks zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.

mein kurzer Buchmessebericht

Eine kleine Erinnerung an die Frankfurter Buchmesse 2015

Am Dienstag bin ich in Frankfurter angekommen.

 

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Zum Glück brauchte ich kein Hotelzimmer, sondern konnte bei Bekannten übernachten.

Dieses Jahr durfte ich das erste Mal die angenehme Ruhe um 9 Uhr genießen.

 

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In den letzten Jahren war ich meistens erst um 11 Uhr da. Und da war die Halle 3.0 schon sehr voll. Dieses Jahr natürlich auch.

Drei Tage lang war ich auf der Buchmesse von morgens 9 Uhr bis abends 6 Uhr. Lange Tage, die bis obenhin ausgefüllt waren. Ich habe mich sehr gefreut, neue Leute und Kollegen kennengelernt zu haben, darunter Illustratoren und Autoren. Dieses Jahr hatte ich sogar Zeit den einen oder anderen Vortrag zu hören. Besonders gut gefallen hat mir der Vortrag über die neue Kinder- und Jugend-E-bookhandlung namens Buchlichter. Ein paar Vorträge über das Selfpublishing waren auch noch drin.  Und wie jedes Jahr habe ich kurz beim Stand der Illustratorenorganisation vorbeigeschaut.

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Ich war hauptsächlich in Halle 3.0 unterwegs, mit ein paar Abstechern in Halle 3.1. Da ist mir die tolle Bücherwand des Droemer-Knaur Verlag ins Auge gesprungen. Die Verlagsmitarbeiter lassen sich echt immer etwas einfallen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Bei mir haben sie es geschafft.

Außerdem habe ich in Halle 3.1 ein von mir illustriertes Buch entdeckt.

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Das Kinderbuch in der Mitte: „Lieber Gott, kommst du mit“ vom Gerth Medien Verlag.

Die 3 Tage waren sehr anstrengend, aber unglaublich toll. und ich freue mich jetzt schon sehr auf das nächste Jahr.