Rezension – Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche

Heute gibt es mal wieder eine Rezension. Es ist schon länger her, dass ich sie geschrieben habe, aber ich bin mir im Moment ziemlich unsicher, wie es hier weitergehen soll. Soll es weiter ein Designblog sein und ich schreibe auf einem anderen Blog Rezensionen oder ich lasse es, wie es ist und mische beides hier?

Jetzt stelle ich euch das neue Buch von Marie-Lu vor: Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche aus dem Loewe-Verlag.

young elites die Gemeinschaft der Dolche

Bildquelle: Loewe-Verlag

Loewe-Verlag
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Das Cover finde ich sehr gelungen. Mir gefällt besonders, dass es wirklich einen Aspekt der Geschichte wiederspiegelt, den man erst versteht, wenn man das Buch gelesen hat. Man möchte wissen, was es mit den weißen Haaren auf sich hat und warum ihr Gesicht von ihnen verdeckt wird.

Adelina ist eine der wenigen, die das Blutfieber überlebt hat, wurde aber durch ihre silbernen Haare als Malfetto gekennzeichnet. Die Malfettos werden von der restlichen Bevölkerung gefürchtet und gehasst und von der Inquisition verfolgt. Die Geschichte ist sehr rasant erzählt mit einem kleinen Durchhänger in der Mitte. Vor allem das Ende ist spannend. Der Schreibstil ist flüssig und hat mir persönlich äußerst gut gefallen. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist altertümlich. Eine Art Mittelalter mit Fantasyelementen. Leider wird nicht viel erklärt oder beschrieben. Es gibt anscheinend drei Monde und fliegende Rochen, mehr erfährt man nicht. Es wird insgesamt nicht viel erklärt von der Umgebung oder von Personenhintergründen. Meistens wird über Rückblenden aus Adelinas Leben erzählt. Über die anderen Charaktere erfährt man kaum etwas. Man wird stark im Dunkeln gelassen und kann nicht wirklich sagen, wer gut und wer böse ist. Jeder hat seine dunklen Seiten. Aber da es ja noch weitere Teile gibt, hoffe ich, dass da noch etwas mehr kommt. Adelina ist keine strahlende Heldin, wie in vielen anderen Geschichten, was mir sehr gut gefallen hat. Sie ist weder naiv, noch tolpatschig, dafür aber skeptisch und misstrauisch und auf der Suche nach Anerkennung. Sie will ihre düstere Seite kontrollieren, wird aber oft von ihr überrollt und beherrscht. Obwohl sie ein guter Mensch ist, tut sie viel Böses, was sie noch weiter von den anderen entfernt und in die Dunkelheit zerrt. Nur ihre tiefe Verbindung zu ihrer Schwester scheint sie noch an der Oberfläche zu halten. Die Klischees fehlen natürlich auch nicht und sie verliebt sich in den gefürchteten Schnitter und Anführer der Dolche. Zum Glück ist dies nicht zu kitschig und nur ein ganz kleiner Teil der Geschichte, der zum Ende eine besondere Wendung bekommt. Überhaupt diese Drehungen um 180-Grad haben mich sehr überrascht, waren aber nachvollziehbar und hätte man auch vorhersehen können. Insgesamt mochte ich die Geschichte, ich bin allerdings sehr neugierig auf mehr Informationen über die Charaktere und hoffe sehr, dass Marie-Lu im nächsten Teil ein bisschen mehr erzählt.

Das Buch wurde mir freundlicherweise von Lovelybooks zur Verfügung gestellt, so dass ich an der Leserunde teilnehmen konnte.

Was ich lese: Die rote Königin, Jonah

Da es in letzter Zeit in jeglicher Hinsicht wieder ruhig geworden ist, habe ich mir überlegt mal darüber zu schreiben, was ich im Monat so lese. Einfach, weil ich in letzter Zeit wieder öfter zu Büchern greife, bzw. bewusster. Ich wähle meine Bücher jetzt mit Bedacht z.B. dadurch, dass ich mich auf Buchblogs und Booktube informiere. Zudem passt es ganz gut zu meiner Arbeit als (Kinder-)Buchillustratorin. 🙂

Zunächst habe ich die rote Königin von Victoria Aveyard aus dem Carlsen Verlag gelesen, weil ich schon von vielen Leuten gehört habe, dass dieses Buch richtig gut sein soll. Ich kann die Meinung nur bestätigen. Auch wenn mich manche Sachen an andere Geschichten erinnert haben, ist diese Geschichte in vieler Hinsicht neu (für mich).  Der Schreibstil ist einfach und fesselnd.

Die Farbe des Blutes sagt, wer man ist. Die Silbernen haben silbernes Blut, besondere Fähigkeiten und gehören zur Elite. In den Adern der Roten fließt rotes Blut. Sie können nichts besonders, sondern müsse nfür die Silbernen in den Krieg ziehen oder arbeiten. Mare hat rotes Blut und ist die Hauptprotagonistin dieses Buches. Durch einen Zufall kommt sie ins Königsschloss und findet sich bald hin- und hergerissen zwischen den beiden Königssöhnen wieder. Hier werden einige Intrigen gesponnen und Mare hat es nicht leicht zu entscheiden, wem sie vertrauen kann und wem nicht. Die Details dieser Welt sind wunderbar beschrieben und ich konnte mir ein gutes Bild dieser Welt machen. Mare kam mir in manchen Situationen etwas naiv vor, obwohl sie in ihren Ansichten sehr kritisch ist. Ich erwarte gespannt den nächsten Teil und freue mich auf ihre Entwicklung.

Danach habe ich Jonah von Laura Newman gelesen. Es geht um ein Mädchen, das in ihren Ferien das Geheimnis um den Nachbarjungen löst. Ich hatte mir etwas total anderes unter der Geschichte vorgestellt und wurde ziemlich überrascht. Lauras Schreibstil ist gut zu lesen und ich war fasziniert von ihrem Wortschatz, was es mir persönlich! aber schwerer gemacht hat durch das Buch zu kommen. Die Geschichte um Jonah hat mir insgesamt sehr gut gefallen und ich bin ein Wechselbad der Gefühle durchlaufen. Die ganze Zeit über habe ich gerätselt, was es mit Jonah auf sich und war am Ende völlig fertig.

Manchmal habe ich mich etwas alt gefühlt (die Protagonisten sind 17 und 18 Jahre alt). Dennoch kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Und noch ein Pluspunkt. Es ist ein Einzelband. 🙂

Besonders gut hat mir auch gefallen, dass mich die Beschreibung der Umgebung sehr an meine eigene Kindheit erinnert hat. 🙂

Jonah, laura newman

Artikel über Luna

Some words in german:

Vor kurzem ist das Buch Luna über einen Vampir, der eine Hexe sein will, erschienenl. Seit heute ist das  Magazine iMAGine online zu lesen. Darin ist ein Artikel über das Buch und Interviews von der Verlegerin Sabine Diallo (édition Belcastel) der Autorin Céline  Thomas-Demoncuit und mir zu finden. ‎
Wenn ihr es nachlesen wollt, klickt mal hier. (leider nur uaf französisch)
Im Magazine n°2, auf den Seiten 28 und 30
(http://imagineeditionjeunesse.blogspot.fr/p/le-mag.html)