Rezension: Smoke – interessanter Genremix

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In dem Buch »Smoke« von Dan Vyleta (carl`s books) geht es, wie der Titel schon sagt, um Menschen, die rauchen, wenn sie etwas Schlechtes oder Böses denken oder tun, bzw. wenn sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Der beliebte Charlie und der eher unbeliebte Thomas lernen sich in einem Internat für Eliteschüler kennen. Als Gentleman werden sie dazu angehalten, darauf zu achten, dass möglichst wenig Rauch entsteht, was Thomas nicht gerade leicht fällt. Bei einem Schulausflug nach London machen sie so einige Entdeckungen, die an ihrem Weltbild rütteln. Seitdem fallen ihnen immer mehr sonderbare Dinge auf, über die gewisse Leute mehr zu wissen scheinen.

Das Cover ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Es zeigt London als mysteriöse, geheimnisvolle Stadt. Der malerische Effekt erinnert einen direkt daran, dass es hier um Smoke, also Rauch geht. Die verschnörkelte Schrift hat einen 3D-Effekt, den man spüren kann.

Die Geschichte fängt sofort spannend an. Man wird in eine Art Prüfung reingeworfen und kommt direkt mit dem Rauch in Berührung. Bereits zu Anfang merkt man, dass Rauch nicht gleich Rauch ist. Keiner weiß, wo der Rauch herkommt, warum er plötzlich da war, was die verschiedenfarbigen Rauchschwaden zu bedeuten haben. Er ist hell oder farbig oder schwarz wie Ruß und ansteckend. Das hat mich direkt fasziniert und ich war genauso neugierig, wie die Protagonisten, mehr darüber herauszufinden.

Eigentlich ist der Rauch für Thomas und Charlie das natürlichste der Welt, doch nach dem Ausflug nach London ändert sich alles und wir begeben uns mit den beiden Freunden auf eine Reise, die Wahrheit zu erfahren.

Durch das mehr oder weniger bekannte Setting fällt es einem leicht in die Welt einzutauchen. Der Rauch führt die Menschen vor und offenbart ihr Innerstes. Jede einzelne Sünde und jeder Gedanke ist für alle offen einsehbar. Hier werden die Unterschiede in der Gesellschaft offensichtlich. Die einen halten sich so gut es geht zurück (manche mittels Tricks), anderen ist es egal, ob sie rauchen, noch andere suchen den Rauch und lassen sich davon zur Sünde verführen.

Der Autor wirft gesellschaftspolitische Themen auf und verknüpft Historisches mit Fantasy- und Gruselelementen, wobei man durchaus auch einige Krimiaspekte erkennen kann. Man wird selber dazu angehalten, darüber nachzudenken, was Gut und Böse ist, wann ein Gedanke oder eine Tat sündhaft ist.

Der Schreibstil war sehr interessant und hat mir ganz gut gefallen. Ausschweifend, beschreibend, umschreibend, bildhaft, detailreich. Der Autor schafft es mühelos dem Leser die düstere Zeit näherzubringen, in der Armut und Reichtum auseinanderklaffen und in seinen Extremen aufeinandertreffen. Hier braucht man nicht mehr viel Fantasie, sich die Welt vorzustellen, man muss nur den Ausführungen des Autors folgen. Die Perspektivwechsel, manchmal sogar von der dritten in die erste Person, sind sehr gut gelungen und mir hat es Spaß gemacht in verschieden Rollen zu schlüpfen.

Leider gab es auch einige Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben.

Oft wurden Dinge beschrieben, die nur im Hintergrund passiert sind, was die Welt zwar plastischer macht, mich aber zu sehr von der eigentlichen Handlung abgelenkt haben. Manche Szenen in dieser Geschichte fand ich unnötig und verwirrend. Auch die gefühlte Zeit, die zwischen den Geschichten vergangen ist, war mir zu lang, was wohl auch an den vielen Beschreibungen lag. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich lese und lese und ich komme einfach nicht weiter.

Die Protagonisten sind zwar ganz gut ausgearbeitet, sie kamen mir jedoch nicht so nahe, wie ich es mir gewünscht hätte. Mir fehlten die Dialoge und die Interaktion der Protagonisten untereinander. Auch die Dreiecksgeschichte fand ich überflüssig und nicht nachvollziehbar. Besonders gut hat mir wiederum gefallen, dass man die ganze Zeit nicht so genau weiß, wer eigentlich der Gute und wer der Böse ist.

Leider hat das Buch nicht das gehalten, was es mir versprochen hat. Durch den Klappentext habe ich ein völlig andere Geschichte erwartet. Ich hatte mir erhofft mehr über den Rauch zu erfahren, was jedoch bis zum Schluss nicht wirklich aufgelöst wird.

Alles in allem ist es eine sprachgewaltige und besondere Geschichte, die viele Fragen aufwirft, jedoch keine Lösungen bereit hält. Man muss sich darauf einlassen können. Das Buch ist für jeden, der sich die Welt gerne vom Autor beschreiben lässt und sich nicht von Nebensächlichkeiten ablenken lässt.

Das Buch wurde mir im Rahmen einer Leserunde von Lovelybooks zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.

Rezension – Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche

Heute gibt es mal wieder eine Rezension. Es ist schon länger her, dass ich sie geschrieben habe, aber ich bin mir im Moment ziemlich unsicher, wie es hier weitergehen soll. Soll es weiter ein Designblog sein und ich schreibe auf einem anderen Blog Rezensionen oder ich lasse es, wie es ist und mische beides hier?

Jetzt stelle ich euch das neue Buch von Marie-Lu vor: Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche aus dem Loewe-Verlag.

young elites die Gemeinschaft der Dolche

Bildquelle: Loewe-Verlag

Loewe-Verlag
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Das Cover finde ich sehr gelungen. Mir gefällt besonders, dass es wirklich einen Aspekt der Geschichte wiederspiegelt, den man erst versteht, wenn man das Buch gelesen hat. Man möchte wissen, was es mit den weißen Haaren auf sich hat und warum ihr Gesicht von ihnen verdeckt wird.

Adelina ist eine der wenigen, die das Blutfieber überlebt hat, wurde aber durch ihre silbernen Haare als Malfetto gekennzeichnet. Die Malfettos werden von der restlichen Bevölkerung gefürchtet und gehasst und von der Inquisition verfolgt. Die Geschichte ist sehr rasant erzählt mit einem kleinen Durchhänger in der Mitte. Vor allem das Ende ist spannend. Der Schreibstil ist flüssig und hat mir persönlich äußerst gut gefallen. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist altertümlich. Eine Art Mittelalter mit Fantasyelementen. Leider wird nicht viel erklärt oder beschrieben. Es gibt anscheinend drei Monde und fliegende Rochen, mehr erfährt man nicht. Es wird insgesamt nicht viel erklärt von der Umgebung oder von Personenhintergründen. Meistens wird über Rückblenden aus Adelinas Leben erzählt. Über die anderen Charaktere erfährt man kaum etwas. Man wird stark im Dunkeln gelassen und kann nicht wirklich sagen, wer gut und wer böse ist. Jeder hat seine dunklen Seiten. Aber da es ja noch weitere Teile gibt, hoffe ich, dass da noch etwas mehr kommt. Adelina ist keine strahlende Heldin, wie in vielen anderen Geschichten, was mir sehr gut gefallen hat. Sie ist weder naiv, noch tolpatschig, dafür aber skeptisch und misstrauisch und auf der Suche nach Anerkennung. Sie will ihre düstere Seite kontrollieren, wird aber oft von ihr überrollt und beherrscht. Obwohl sie ein guter Mensch ist, tut sie viel Böses, was sie noch weiter von den anderen entfernt und in die Dunkelheit zerrt. Nur ihre tiefe Verbindung zu ihrer Schwester scheint sie noch an der Oberfläche zu halten. Die Klischees fehlen natürlich auch nicht und sie verliebt sich in den gefürchteten Schnitter und Anführer der Dolche. Zum Glück ist dies nicht zu kitschig und nur ein ganz kleiner Teil der Geschichte, der zum Ende eine besondere Wendung bekommt. Überhaupt diese Drehungen um 180-Grad haben mich sehr überrascht, waren aber nachvollziehbar und hätte man auch vorhersehen können. Insgesamt mochte ich die Geschichte, ich bin allerdings sehr neugierig auf mehr Informationen über die Charaktere und hoffe sehr, dass Marie-Lu im nächsten Teil ein bisschen mehr erzählt.

Das Buch wurde mir freundlicherweise von Lovelybooks zur Verfügung gestellt, so dass ich an der Leserunde teilnehmen konnte.

Secret Fire – Die Entflammten – Rezension

Das ist meiner erster Beitrag für 2017. Es wurde auch langsam Zeit, dass ich hier nochmal etwas poste. Ich hoffe, euer Jahr hat gut angefangen.

Ich habe bereits einige Bücher gelesen und gehört. Eins davon war SecretFire – die Entflammten von C.J. Daugherty und Carina Rozenfeld, erschienen im Oetinger Verlag.

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Bildquelle Oetinger Verlag

Taylor und Sacha sind eigentlich total unterschiedlich. Sie lernt viel, hat einen Plan fürs Leben, will unbedingt nach Oxford und lebt in England. Sacha, geht nicht zur Schule, vertreibt sich die Zeit mit gefährlichen Leuten (er kann ja schließlich bis zum 18. Geburtstag nicht sterben) und lebt in Frankreich. Kein Wunder, dass Taylor ihm Nachhilfe in Englisch geben soll, könnte man denken. Doch bald merken sie, dass sie nicht zufällig zusammengeführt worden sind, sondern über einen jahrhuntertealten Fluch miteinander verbunden sind und, dass nur Taylor ihn vor dem sicheren Tod retten kann. Wird sie alles tun, um ihm zu helfen?

Der Schreibstil ist toll, ohne Wiederholungen, ohne ausschweifende Beschreibungen, einfach nur spannend und flüssig. Besonders gut haben mir die Schauplätze gefallen (Paris selber, Frankreich und England) und auch, dass Sacha zwischendurch ein paar französischen Worte benutzt.

Die Charaktere haben sind sympathisch und man kann ihre Handlungsweisen sehr gut nachvollziehen. Dabei werden vorallem die beiden Protagonisten und Taylors Trainerin Louisa näher beschrieben, die anderen Charaktere kommen meiner Meinung ein bisschen zu kurz und bei ihnen kratzen die Autorinnen nur an der Oberfläche. Da hat mir ein bisschen Tiefe gefehlt, um z.B. die Familie von Sacha und Taylor besser kennenzulernen.

Natürlich fehlen auch hier nicht die Klischees und man denkt bei Taylor und Sacha an das schüchterne Strebermädchen und den Bad Boy, wobei ich aber denke, dass die beiden sich im nächsten Teil noch ein bisschen mehr entwickeln werden.

Ich kann diese Geschichte auf jeden Fall empfehlen, auch für jüngere, und freue mich schon sehr auf den nächsten und letzten Band.

Helix – sie werden uns ersetzen – Rezension

HELIXSie werden uns ersetzen von Marc Elsberg

In dem Buch Helix von Marc Elsberg, das im Blanvalet-Velag erschienen ist, geht es um Genmanipulation an Pflanzen, Tieren und womöglich auch an Menschen. In verschiedenen Teilen der Erde werden Schädlings- und Dürreresistente Pflanzen entdeckt, gleichzeitig wird bei dem toten US-Außenminister ein seltsames Zeichen auf dem Herzen gefunden. Ein kinderloses Paar bekommt die Chance auf »Wunderkinder«. Wäre es nicht toll, sich die Eigenschaften (hochbegabt, super sportlich) und das Aussehen seiner Kinder selber auszusuchen und was wären die Folgen? Das Buch stellt viele Fragen, durch die man ins Grübeln gerät und sich selber fragen muss, wie würde man handeln?

Mir gefällt besonders, dass das Buch so aktuell ist. Heutzutage wird immer mehr über Genmanipulation, ihre Vorzüge und ihre noch nicht sichtbaren Nachteile geredet. Das Buch wirft Fragen auf und zeigt eine mögliche Zukunftsversion. Die komplexen biologischen und technischen Themen werden dabei so anschaulich und glaubhaft erklärt und in die Geschichte eingebunden, dass sie leicht verständlich sind und man der Handlung trotzdem gespannt folgen muss. Die vielen kurzen Kapitel helfen, dass das Buch trotz der vielen Erklärungen spannend und abwechslungsreich bleibt.

Allerdings haben diese vielen Kapitel mir anfangs Schwierigkeiten bereitet, weil ich mich dadurch jedes Mal auf eine andere Perspektive einlassen musste. Alle paar Seiten andere Personen, andere Umgebung und andere Situationen.
Schade fand ich, dass die Charaktere mir eher unsympathisch waren und ich nicht wirklich mit jemandem mitfiebern konnte. Ich habe mich eher als Beobachterin gefühlt.
Dennoch fand ich es spannend und wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht.

Hier wird Realität mit Fiktion vermischt, wie Marc Elsberg selbst schreibt. Fragt sich nur, wielange Fiktion noch Fiktion bleibt.

 

Das Buch habe ich bei einer Lesechallenge auf Lovelybooks gewonnen. Vielen Dank nochmal.

Bei dieser Leserunde hat mir besonders gut gefallen, dass Marc Elsberg mitgemacht und Fragen beantwortet und auf Beiträge reagiert hat.

meine Buchmesse 2016

Meine Buchmesse startete am Donnerstag. Morgens ab zum Zug und gegen 11 Uhr stand ich in Halle 3.

Da der Donnerstag ein Fachbesuchertag war, hatte ich natürlich mein Portfolio dabei, um mich mit den Verlagsmitarbeitern und den anderen Illustratoren zu treffen. Dabei habe ich eine erste Übersicht über die tollen Verlagsstände gewonnen.

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HABA-Verlag

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Carlsen-Verlag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An vielen Verlagsständen gibt es etwas Besonderes zu entdecken.

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Ullstein-Verlag

Am Samstag ging es weiter. Das erste Mal seit vielen Jahren war ich nochmal an einem Besuchertag auf der Messe. Obwohl es so voll war, war es für mich eher ein chilliger Tag. Ich konnte einfach durch die Reihen schlendern, mir Vorträge anhören und auch mal an einem Stand stehen bleiben und ein Buch in die Hand nehmen.

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usborne-Verlag

Ich liebe die tollen Bücher vom Usborne-Verlag. Jedes Jahr bleibe ich davor stehen und muss ein Foto machen.

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dtv-Verlag

Weiter ging es zu ein paar Lesungen von verschiedenen Autoren.

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Vanessa Mansini und Matthias Matting

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Hannah Siebern, Kira Gembri und Mila Summers

Zwischendurch ging es weiter durch die Gänge und da Niederlande und Flandern (Belgien) die diesjährigen Gäste sind, musste ich natürlich auch ein Foto von den Büchern und ein bisschen Werbung machen 🙂

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Niederlande und Flandern

Und wenn Belgien schon mal Gast ist, dürfen die Tintin-Bücher (Tim und Struppi) von Hergé natürlich nicht fehlen.

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Tim und Struppi am Carlsen-Verlag

Dann gibt es auf der Buchmesse ja auch Signierstunden.

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Laura Newman beim Drachenmond-Verlag

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Markus Heitz beim Knaur-Verlag

Am Magellan-Verlag gab es eine Lesung mit Life-zeichnen

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Magellan-Verlan

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und zum Abschluss noch ein Übersichtsfoto über Halle 3

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Ach ja und für alle Lillestoff-Fans habe ich noch unser Nähbuch am Christophorus-Verlagsstand entdeckt 🙂

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Lillestoff-Nähbuch beim Christophorus-Verlag

Septemberbücher: der Pfau, Zwischen dir und mir die Sterne

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Bildquelle: kiwi Verlag

Der Pfau von Isabel Bogdan erschienen im KIWI Verlag.

Die Geschichte spielt in den schottischen Highlands (was mich natürlich sofort angesprochen hat). Lord und Lady McIntosh besitzen ein abgelegenes Gut, zu dem mehrere alte Cottages gehören. Dort betreuen sie ab und zu, (falls sich jemand dort hintraut) Feriengäste. Auf dem Landsitz leben jede Menge Tiere, unter anderem auch fünf Pfauen, von dem einer total verrücktspielt, wenn er blau sieht.

Eine Gruppe von Mitarbeiter einer Investmentbank hat sich in die Cottages eingemietet, um abseits von der Zivilisation  ein Teambuilding abzuhalten. Da eigentlich keiner Lust auf diese Veranstaltung hat und sich die Kollegen nicht immer grün sind, geht es bald drunter und drüber. Außerdem sind da ja auch noch die Tiere, die beiden Gutsbesitzer und ihre Angestellten, die kräftig mitmischen.

Ich muss sagen, dass ich das Buch als Hörbuch gehört habe und zwar gelesen von Christoph Maria Herbst, was viel ausgemacht hat, denn wenn ich es selber gelesen hätte, hätte ich nach ein paar Seiten aufgehört. Aber er liest die Geschichte so ernst vor, dass ich selbst bei den weniger lustigen Szenen lachen musste. Seine Interpretation macht einfach Lust auf mehr.

Die Autorin erzählt in einfacher Sprache aber sehr detailreich. Die Geschichte plätschert insgesamt nur so dahin. Es ist eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die nur in dieser Abfolge passieren können.

Es wird abwechselnd von den verschiedenen Personen erzählt. Man scheint die Figuren von außen zu beobachten. Die Personen selber haben nur ein bestimmtes Wissen und denken sich den Rest. Sie weihen nur wenige in ihre Gedanken ein, wodurch es zu Verwechslungen und falschen Schlüssen kommt. Die Personen sind nur oberflächlich beschrieben.

Ich fand das Buch ganz unterhaltsam. Christoph Maria Herbst hat es mir leichter gemacht durch die Geschichte zu kommen und durch ihn konnte ich an einigen Situationen sehr lachen.

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Bildquelle: S.Fischer/Sauerländer Verlage

In „Zwischen dir und mir die Sterne“ von Darcy Woods erschienen im s. Fischer Verlag / Sauerländer, geht es um Wilamena und die Frage, ob sie es schafft in 22 Tagen ihre große Liebe zu finden.  Denn die Sterne stehen gerade gut. Der Titel ist sehr gut gewählt und beschreibt die Geschichte perfekt. Kann man den Sternen vertrauen oder sollte man doch lieber auf sein eigenes Herz hören?

Inhalt:
Wil wurde von ihrer verstorbenen Mutter in die Astrologie eingeführt. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Sie lebt bei ihrer Großmutter Gram. Durch eine besonders gute Sternenkonstellation hat sie  22 Tage Zeit den Richtigen zu finden, ansonsten verabschiedet sich ihr Liebesglück für die nächsten 10 Jahre. Sie nimmt ihr Glück in die Hand und trifft sogleich auf Seth, der genau das richtige Sternzeichen hat (Schütze) und der etwas für sie zu empfinden scheint. Da ist aber auch noch sein Bruder Grant, der so ganz anders ist als Seth und der in ihr Gefühle weckt, die laut ihrem Horoskop nicht da sein dürften.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist jung, frisch, emotionsgeladen, humorvoll und flüssig. Darcy Woods konnte mich von Anfang bis Ende des Buches mitreißen und begeistern. Sie hat die Gratwanderung zwischen dem logischen Denken und dem Glauben an Astrologie perfekt gemeistert und konnte mir gut rüberbringen, wie Wil sich fühlt, hin- und hergerissen zwischen dem Versprechen an ihrer Mutter, den Sternen, die ihr geholfen haben, die Welt um sie herum besser zu verstehen und den Weg, den ihr Herz vorschlägt

Die Charaktere sind sehr liebevoll gestaltet, allen voran Wils Großmutter, die ihre Verehrer mit kritischem Auge betrachtet. (total witzig) Sie begeistert mit ihrer lockeren und liebevollen Art und sorgt für einige Schreckensmomente.
Wil ist ein humorvolles, aufgewecktes Mädchen, das sich viel mit Astrologie beschäftigt und sich mittels Sternenkonstellationen und Horoskopen die Welt und das Verhalten anderer Menschen erklärt. Sie versucht auch mit Hilfe der Sterne ihre große Liebe zu finden und lässt sich von nichts und niemanden davon abhalten. Ihre Gefühlswelt wird immer mal wieder auf die Probe gestellt, sei es durch den Zwiespalt, ob sie den Sternen oder ihrem Herzen folgen soll, ihrer Großmutter verzeihen kann oder ob sie sich für Seth oder Grant entscheiden soll. Ihre Verzweiflung hat mich ein bisschen überfordert. Sie ist in manchen Situationen sehr naiv, was aber bei mir zu Lachanfällen geführt hat, weil sie sich so immer wieder in die unmöglichsten Situationen bringt.
Seth ist einfach nur unglaublich nett zu Will und versucht sie mit Geschenken für sich zu gewinnen. Er legt ihr die Welt zu Füßen. Aber er ist auch schnell eifersüchtig. Doch daran erkennt man, wie sehr er sich  in Will verliebt hat.
Dann ist da noch Grant, der geheimnisvoll und zurückhaltend ist. Ganz zu Anfang des Buches „rettet“ er Will vom Wasserturm, obwohl er selber Höhenangst hat. Er ist genauso nett wie Seth, hat aber an seiner Vergangenheit  zu knabbern.
Irina, die beste Freundin von Will ist einfach nur cool. Sie ist Piercerin, chaotisch und lässt sich von niemandem etwas sagen. Sie unterstützt Will, wo sie nur kann, und versucht ihr dort zu helfen, wo sie sich selber im Weg steht. Eine tolle Freundin.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es sagt genau das aus, was der Inhalt bietet. Eine locker leichte Liebesgeschichte, in der die Sterne eine große Rolle spielen. Ich liebe diesen tollen 3D-Effekt, wenn man über die Schrift streicht, die ein bisschen hervorgehoben ist. (Mich persönlich sprechen solche Illustrierten Cover besonders an, auch wenn die Farbe nicht unbedingt mein Favorit ist.)

Wenn man etwas sucht, steht man meistens mit der Nase davor, so ist es auch in diesem Buch. Wil beginnt mit der Suche und begegnet dem Richtigen immer wieder, ohne zu wissen oder akzeptieren zu können, dass er der Richtige ist.

Die Geschichte ist einfach wunderschön erzählt. Eine leichte Liebesgeschichte, die mit sympathischen Charakteren daherkommt. Man fiebert einfach mit Wil mit, ob sie es schafft sich von ihrer bisherigen Lebensweise zu lösen. Der Schreibstil nimmt einen mit.
Allerdings hat mich Wils unbedingter Glaube an die Sterne auch ein bisschen genervt und auch ihre Verzweiflung, dass sie ihre große Liebe unbedingt in den 22 Tagen treffen muss. Mit 17 hat man wirklich noch ein bisschen Zeit. Es gab noch andere Dinge, die mich irritiert haben.
Trotzdem kann ich das Buch weiterempfehlen, weil die Geschichte einfach sehr süß ist, die Charaktere sind toll, die Idee ist besonders und der Schreibstil lässt einen einfach nur durch die Seiten fliegen.

Ich bedanke mich herzlich bei Lovelybooks, dass ich das Buch gewonnen habe und bei der Lesechallenge mitmachen durfte.

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Augustbücher

Diesen Monat habe ich ein paar mehr Bücher gelesen, denn diesmal waren auch einige Hörbücher dabei.

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Bildquelle Carlsen Verlag

Zunächst habe ich »Origin.Schattenfunke« von Jennifer L. Armentrout aus dem Carlsen-Verlag beendet. Das Buch hat mir insgesamt besser gefallen, als Opal. Man kommt gut rein. Da der letzte Band mit einem Cliffhänger geendet hat, war ich direkt gespannt, wie es weitergeht. Sobald allerdings der erste Schreck vorbei war, plätschert es so vor sich hin und es gab die eine oder andere Länge. Insgesamt gab es mehr Action und somit mehr spannende Szenen. Jedoch konnte es mich immer noch nicht wirklich begeistern. Es gibt einige Überraschungen, alte Charaktere werden durch neue ersetzt. Man erfährt neue Dinge über die Welt der Lux und Hybride und was es da sonst noch gibt. Das Buch endet wieder mit einem Cliffhänger.

Insgesamt hört man wohl raus, dass ich nicht der größte Fan bin, aber ich lasse mich überraschen. Vielleicht reißt der letzte Teil meine Meinung ja noch mal um. Die Wesen, um die die Geschichte gespinnt ist, gefallen mir immer noch.

Das Cover ist wie alle anderen der Reihe auch einfach nur wunderschön.

 

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Bildquelle audio media Verlag

Anschließend habe ich »Mindgames« von Teri Terry gehört. (aus dem Coppenrath Verlag, wobei das Hörbuch im audio media Verlag GmbH erschienen ist) Sprecherin ist Annina Braunmiller-Jest.

In dieser Welt trägt jeder ein Implantat und kann sich damit jederzeit ins Internet einloggen. Nur Luna weigert sich, sich so etwas einsetzen zu lassen. Deshalb ist es auch eher verwunderlich, dass sie von PareCore, einer Firma, die diese Implantate herstellt, eingeladen wird, bei einem (Einstellungs-)Test mitzumachen, der normalerweise nur für die besten Programmierer vorgesehen ist und dann auch noch eingestellt wird. Dabei lernt sie Gecko, einen der besten Hacker kennen, der der Firma eher kritisch gegenübersteht. Und langsam merkt auch Luna, dass die Firma nicht so ehrlich und unschuldig ist, wie sie es vorgibt zu sein. Aber da ist es vielleicht schon zu spät…

Ich habe es als Hörbuch gehört. Sobald man in der virtuellen Welt ist, wird das Gesprochene von einer Melody unterlegt, echt super gemacht. Der Erzählstil war toll. Die Spannung wurde langsam aufgebaut und immer mehr gesteigert, blieb aber immer erhalten. Ich persönlich finde die Thematik auch einfach super interessant. Allerdings fand ich es manchmal verwirrend und vor allem die schnelle Aufklärung am Ende hat mich überrascht. Ich hoffe sehr, dass es da noch eine Fortsetzung kommt, denn es wurde meines Erachtens nicht alles aufgeklärt und ich würde auch gerne wisse, wie es mit Luna und Gecko weitergeht.

 

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Dann habe ich die ersten drei Bücher der Rosemary-Beach-Reihe von Abbi Glines gehört aus dem Hörbuch Hamburg HHV GmbH. (Taschenbücher: Piper Verlag) Rush of Love – Verführt, erlöst und vereint. Gelesen von Cornelia Dörr und Jacob Weigert.

Irgendwie greife ich bei den New Adult Büchern immer zu ähnlichen Stories. Die Männer sind immer reich, abweisend, natürlich gut aussehend, gefährlich und haben immer eine schlimme Vergangenheit, die sie verfolgt und aus der sie nur die unsichere, wunderschöne Frau ohne Geld retten kann. Oft sind sie auch noch Stiefgeschwister. So auch hier.

Blaires Mutter ist an Krebs gestorben. Deshalb zieht sie zu ihrem Vater, der sie vor fünf Jahren, nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester, verlassen hat. Dort erwarten sie jedoch nur ihr Stiefbruder Rush und dessen Stiefgeschwister Nan. Rush, der Sohn eines Rockstars, will sie am liebsten wieder loswerden, genau, wie seine Schwester. Schlussendlich gibt er Blaire doch ein Zimmer hinter der Speisekammer. Im Laufe des ersten Buches kommen sie sich dann immer näher und verlieben sich  ineinander. Doch da  Nan Blaire nicht ausstehen kann, ist er hin- und hergerissen, was sich über alle drei Bücher zieht. Zwischendurch werden immer wieder Familiengeheimnisse gelüftet.

Ab dem zweiten Buch wird aus zwei Sichten erzählt, wobei Rushs Sicht von Jacob Weigert gesprochen wird, was ganz lustig war, wenn er eine Frauenstimme nachsprach 🙂

Besonders gefallen hat mir, dass alle Blaire total nett aufnehmen. Sie zieht in eine fremde Stadt, findet bei ihrem Job aber direkt nette Leute, die ihr hilfreich zur Seite stehen.

Fazit: Es ist eine locker leichte Geschichte, die man gut nebenbei hören kann.

 

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Bildquelle Piper Verlag

Als letztes habe ich »Der Sommer, in dem es zu schneien begann« von Lucie Clarke aus dem Piper Taschenbuch Verlag gelesen.

Es geht um Eva, die vor kurzem Jackson geheiratet hat, der jedoch direkt zu Anfang des Buches stirbt. Eigentlich hatten sie immer miteinander nach Tasmanien reisen wollen, von wo Jackson stammt. Jetzt macht sie die Reise alleine und lernt nach und nach Jacksons Familie kennen, die ihr nicht sehr wohlgesonnen gegenübersteht. Widerwillig stellt Jacksons Bruder Saul ihr eine Hütte als Unterkunft zur Verfügung. Doch je länger sie dort bleibt, desto näher kommen sie sich und desto mehr Geheimnisse decken sie auf, die sich um Jacksons vorheriges Leben spinnen.

Bis zum Ende ist man auf der Suche nach Antworten. allen voran um die Frage zu beantworten, wer Jackson wirklich war.

Ein toller Schreibstil. Das Land war so schön beschrieben. Die Geschichte hat Höhen und Tiefen und wunderbare Momente. Ich wollte unbedingt wissen, was es mit Jackson auf sich hat. Von der Qutorin werde ich sicher noch weitere Bücher lesen.