Messebericht: Frankfurter Buchmesse 2017

Auch dieses Jahr war wieder Buchmesse in Frankfurt und ich war dabei. Es ist einfach wunderbar in die Welt der Buchverrückten einzutauchen und ein paar Stunden lang nur von Leuten umgeben zu sein, die Bücher so sehr lieben wie ich und sich mit ihnen auszutauschen. Ob jetzt mit Lektoren, Verlagsmitarbeitern, Autoren, Illustratoren, Bloggern oder einfach „nur“ Lesern. Es ist wundervoll. Wenn die Messe ruft, folge ich und ich werde auch nächstes Jahr wieder da sein 🙂

Aber zurück zu der diesjährigen Messe: Frankfurter Buchmesse 2017. Diesjähriges Gastland war Frankreich. Leider habe ich kaum etwas davon mitbekommen, außer ein paar Gesprächsfetzen von vorbeilaufenden Besuchern. Aber das kommt wohl davon, wenn man sich während zwei Tagen fast ausschließlich in Halle 3.0 aufhält – wie immer. Und dabei habe ich trotzdem das Gefühl, dass ich nur einen Bruchteil von dieser Halle gesehen habe. Es war einfach viel los, es gab viel zu sehen und an manchen Tagen (Samstag!) kein Durchkommen.

Da ich die Messe dieses Mal etwas ruhiger angehen wollte, habe ich mir kaum Termine gemacht. Ich wusste, welche Veranstaltungen ich sehen wollte und welchen Verlagen ich einen Besuch abstatten wollte. Manche Stände sind einfach ein Muss, wie zum Beispiel der Coppenrath-Verlag und der Arena- Verlag, wo ich mich dann doch mit einer Lektorin getroffen habe.

Weiter ging es zum Magellan-Verlag und zum Usborne-Verlag, der auch ein Muss ist. (da schlägt mein Illustratoren -Herz höher 🙂 ) Die Bücher stechen einfach immer aus den anderen heraus und ich könnte dort Stunden verbringen, obwohl der Verlagsstand eher klein ist. Er ist ein Partnerverlag von dtv und da muss ja jeder Verlag sein Plätzchen finden. Trotzdem immer wieder schön.

Trotz der viele Menschen gab es an den Verlagsständen immer ein Plätzchen, um sich ein bisschen auszuruhen.

Beim dtv-Verlag fühlte man sich beinahe wie im Wohnzimmer.

Ebenso beim Ullstein-Verlag. Die aufgebauten Sessel luden zum Bleiben ein.

Der Loewe-Verlag hatte eine eindrucksvolle Bücherwand aufgebaut. Und auch noch farblich abgstimmt 🙂

Und da auf einer Buchmesse nicht nur Belletristik zu finden ist, sondern auch Sachbücher und andere Dinge aus dem Non-Book Bereich, war ich auch kurz beim Frechverlag/TOPP-Kreativ, der seinen Stand mit Lettering-Karten aufgehübscht hatte

und beim Lingen-Verlag (Monbijou), die sogar einen Preis gewonnen haben.

Schlussendlich habe ich mir dann noch das Interview von Rainer Wekwerth angehört und oute mich hiermit mal als Fan der Labyrinth-Trilogie* 🙂

Ach ja, und Batman war auch da 🙂

 

Am Samstag war es ziemlich voll. Ich bin, so gut es ging, durch die Gänge getrippelt (immer ein Schritt vor den nächsten und Seitenhieben ausweichen) und habe mich vor allem in der Selfpublisher-Area aufgehalten. Zum Einen, weil es da interessante Vorträge gab, und zum Anderen war es da einfach ein bisschen luftiger, als in den anderen Gängen.

BOD– Veranstaltung mit Laura Newman und Mary Cronos.

Am SNIPSL-Stand

Amazon-Publishing

Natürlich musste ich mir das Interview von dem Autor und Illustrator von Tilda Apfelkern* Andreas H. Schmachtl am Stand vom Arena-Verlag anhören.

Schlussendlich bin ich dann doch mal eine Etage höher gefahren – in Halle 3.1 – und habe Daniel Holbe zugehört, der auch übers Schreiben und seine Bücher gesprochen hat.

Und dann war die Messe für mich leider zu Ende und ich muss wieder ein ganzes Jahr warten. Ich habe mich sehr über all die Treffen, Begegnungen und Gespräche gefreut. Vielen Dank (und ich hoffe, dass ich euch spätestens nächstes Jahr wiedersehe.)

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Rezension: der magische Faden von Tom Llewellyn

Da ich selber Kinderbuchillustratorin bin, wird es höchste Zei, dass hier auch mal eine Rezension zu einem Kinderbuch geschrieben wird. Das Buch ist mit 256 Seiten schon für ältere Kinder. In der Beschreibung steht ab 10 Jahre.

Das Buch „Der magische Faden“ von Tom Llewellyn, erschienen im Thienemann-Esslinger Verlag wurde mir über Netgalley als e-book zur Verfügung gestellt.

Es geht um die Geschwister Markus, Lukas und Jeannie, die ein geheimnisvolles Päckchen mit einem sonderbaren schwarzen Wollknäuel erhalten. Der Faden ist jedoch kein gewöhnlicher. Er scheint einen eigenen Willen zu besitzen, Dinge zum Leuchten zu bringen, Verbindungen einzugehen. Er bringt die Geschwister, die doch sehr verschieden sind, näher zusammen, indem sie gemeinsam versuchen, den Dingen auf den Grund zu gehen. Sie vermuten, dass der Faden von ihrem Vater kommt, der seit Jahren verschollen ist.

Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet. Sie werden nicht oberflächlich behandelt. Jeder hat seine Eigenheiten, seine Stärken und Schwächen. So ist der Ich-Erzähler Markus jemand, in dem sich sicher einige wiederfinden. Er ist nah am Wasser gebaut und scheint seinen kleinen Bruder für dessen Stärke zu bewundern. Dabei ist Markus selber derjenige, der neugierig und mutig genug ist, um mehr über den Faden herausfinden zu wollen. Er stellt sich der Herausforderung und wächst über sich hinaus. Lukas ist selbstsicher, aber auch etwas vorlaut und wild. Jeannie ist sehr intelligent, liest viel, spricht aber kein Wort und hat ihre eigene Weise gefunden mit den anderen zu kommunizieren. Aster ist sehr offen und neugierig, sie ist neu in der Stadt und sofort auf Markus zugegangen. Sie ist freundlich zu allen, ohne Vorurteile, wird jedoch von ihrer Mutter sehr überbehütet und kann nachts nicht gut schlafen.

Das Cover gefällt mir im Großen und Ganzen. Irgendwie hat es mich angesprochen, sonst hätte ich erst gar nicht danach „gegriffen“. Die Andeutungen der griechischen Mythologie und noch so einige Dinge, die im Buch vorkommen, kann man hier bereits erkennen. Allerdings finde ich es doch recht dunkel und leicht überladen, was natürlich auch an der verkleinerten Darstellung auf meinem Bildschirm sein kann.
Bei jedem Kapitelanfang findet man eine weitere kleine Zeichnung (Vignette) von der Illustratorin Nina Dulleck. (Sie ist im übrigen eine meiner Lieblingsillustratorinnen.)

Mir hat der anschauliche und flüssige Schreibstil des Autors sehr gut gefallen. Es war durchgehend spannend und ich wollte die ganz Zeit wissen, was es mit dem Faden auf sich hat.
Außerdem hat mir sehr gut gefallen, dass es nicht an der Oberfläche bleibt. Es wird die griechische Mythologie angesprochen oder auch die Fibonacci-Reihe, und auch Jeannies Vorbild Da Vinci.
Die vielen bildlichen Beschreibungen fand ich toll. Es werden Dinge angesprochen, über die man normalerweise einfach hinwegliest. Man fühlte sich teilweise, als würde man neben den Personen stehen und mit ihnen das leuchtende Haus bestaunen und sich vor den Motten fürchten. Auch die einfachen Erklärungen von komplizierten Vorgängen wie die Strings haben mich beeindruckt. Sie sind verständlich und schön in die Geschichte eingearbeitet. Man lernt Dinge im Vorbeigehen. Die Geschichte ist gleichzeitig aufregend, geheimnisvoll, an manchen Stellen philosophisch und informativ.
Die Interpretation des Gegenstandes Faden bzw. Wollknäuel, der Verbindungen eingeht, und Dinge zusammenbringt, sie miteinander verknüpft und dadurch etwas ganz wunderbares hervorbringt, wie das leuchtende Haus, gefällt mir sehr gut.
Ein abwechslungsreiches, witziges, konfuses Abenteuer, mit interessanten Wendungen, in dem das Leben so einiger Menschen auf den Kopf gestellt wird.

Titel: der magische Faden
Preis: 12.99 €
Seiten: 256
Alter: ab 10 Jahre
Bindung: e-book oder als gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-522-18449-6 (geb. Ausgabe)

 

 

Lettering in bunt mit Brush(Pen)

Damit mein Blog nicht nur noch aus Rezensionen besteht, möchte ich heute noch mal etwas anderes posten. Irgendwie kommt der Blog immer zu kurz, weil ich mich zwischen arbeiten und posten entscheiden muss. Andererseits, wenn hier nicht viel los ist, dann läuft viel hinter den Kulissen ab. Und die ERgebnisse werde ich dann hier wieder zeigen 🙂

Ich übe gerade lettering in bunt.

Bisher habe ich immer nur mit schwarzen Finelinern oder mit Stiften mit Pinselspitze gelettert. Allerdings noch nie mit Farben.

Deshalb habe ich mir bei einem Trip durch Belgien ein paar ecoline Brush-Pens von Royal Talens gekauft. Ja, ich konnte es nicht lassen, wenigstens mal ins AVA reinzugehen. Das ist ein Mal- und Bastelladen, in dem ich meine halbe Studienzeit verbracht habe 😉 Und dann konnte ich auch nicht ohne etwas zu kaufen wieder rausgehen.

Das untere Bild ist mit einem Pinsel mit Wassertank gemacht und flüssiger Ecoline-farbe.

Die Brush-pens kann man übrigens auch mit den flüssigen Farben mischen. Deshalb hat das obere Bild zwei Farben.

Die Fotos sind leider nicht so toll geworden, aber ich versuche mich zu bessern 😉

meine Buchmesse 2016

Meine Buchmesse startete am Donnerstag. Morgens ab zum Zug und gegen 11 Uhr stand ich in Halle 3.

Da der Donnerstag ein Fachbesuchertag war, hatte ich natürlich mein Portfolio dabei, um mich mit den Verlagsmitarbeitern und den anderen Illustratoren zu treffen. Dabei habe ich eine erste Übersicht über die tollen Verlagsstände gewonnen.

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HABA-Verlag

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Carlsen-Verlag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An vielen Verlagsständen gibt es etwas Besonderes zu entdecken.

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Ullstein-Verlag

Am Samstag ging es weiter. Das erste Mal seit vielen Jahren war ich nochmal an einem Besuchertag auf der Messe. Obwohl es so voll war, war es für mich eher ein chilliger Tag. Ich konnte einfach durch die Reihen schlendern, mir Vorträge anhören und auch mal an einem Stand stehen bleiben und ein Buch in die Hand nehmen.

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usborne-Verlag

Ich liebe die tollen Bücher vom Usborne-Verlag. Jedes Jahr bleibe ich davor stehen und muss ein Foto machen.

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dtv-Verlag

Weiter ging es zu ein paar Lesungen von verschiedenen Autoren.

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Vanessa Mansini und Matthias Matting

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Hannah Siebern, Kira Gembri und Mila Summers

Zwischendurch ging es weiter durch die Gänge und da Niederlande und Flandern (Belgien) die diesjährigen Gäste sind, musste ich natürlich auch ein Foto von den Büchern und ein bisschen Werbung machen 🙂

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Niederlande und Flandern

Und wenn Belgien schon mal Gast ist, dürfen die Tintin-Bücher (Tim und Struppi) von Hergé natürlich nicht fehlen.

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Tim und Struppi am Carlsen-Verlag

Dann gibt es auf der Buchmesse ja auch Signierstunden.

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Laura Newman beim Drachenmond-Verlag

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Markus Heitz beim Knaur-Verlag

Am Magellan-Verlag gab es eine Lesung mit Life-zeichnen

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Magellan-Verlan

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und zum Abschluss noch ein Übersichtsfoto über Halle 3

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Ach ja und für alle Lillestoff-Fans habe ich noch unser Nähbuch am Christophorus-Verlagsstand entdeckt 🙂

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Lillestoff-Nähbuch beim Christophorus-Verlag

von Skizzen und Muster

Vor ein paar Tage habe ich die Bahntickets für die Buchmesse gebucht. Juchhu. Ich freue mich total, wie jedes Jahr.

In meinem Inspirationsordner habe ich eine alte Skizze entdeckt. Die Skizze passt super zu den tropischen  Temperaturen, die der Sommer an manchen Tagen für uns bereit hält. Und an den anderen Tagen macht sie Lust auf Urlaub 🙂

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