Rezension: Ein Sommer in den Hamptons

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Ich habe Anfang des Jahres alle Staffeln von Gossip Girl „gesuchtet“. Ich habe immer gedacht, dass das absolut nichts für mich ist, und wurde schnell vom Gegenteil überzeugt. Irgendetwas hat die Serie, das mich echt gefesselt hat. Die Reichen und Schönen dieser Serie verbringen den Sommer ja auch ganz gerne in den Hamptons, deshalb ist mir dieses Buch direkt ins Auge gesprungen.

Abgesehen davon ist das Cover ein absoluter Hingucker und sieht in echt noch viel besser aus. Die Schrift glitzert, was man auf den Fotos nicht erkennen kann.

 

 Bildquelle: Goldmann Verlag

Das Buch “Ein Sommer in den Hamptons“* wurde von Karen Swan geschrieben und ist im Goldmann Verlag erschienen. Mir wurde das Buch freundlicherweise über das Bloggerportal zur Verfügung gestellt.

Es ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe.

Als Rowenas Freund Matt verkündet, dass er eine 6-monatige Reise durch Südostasien macht, und erst mal eine Beziehungspause braucht, ist Ro am Boden zerstört. Zur gleichen Zeit fliegt sie beruflich nach New York, um dort als Hochzeitsfotografin zu arbeiten. Dort lernt sie Humphrey kennen, der noch Mitbewohner für sein Haus in den Hamptons sucht. Kurzerhand überredet er Ro, in die USA zu kommen und den Sommer bei den Reichen und Schönen zu verbringen. In den nächsten Tagen sind also Meer, Sonne, weiße Strände und exklusiver Partys angesagt.

Der Einstieg war schwierig für mich. Ich konnte Ros Handlungen nicht wirklich nachvollziehen. Ich verstehe nicht so ganz, wie sie die ganze Zeit daran glaubt, dass es nach einer sechsmonatigen Beziehungspause einfach so weiterlaufen kann, wie sie sich das vorgestellt hat. Hochzeit, Kinder, glücklich bis ans Lebensende. Sie läuft auch die erste Zeit in den Klamotten von Matt herum und ich konnte die ganze Zeit nur mit dem Kopf schütteln. Das hat mich einfach nur mega genervt, ebenso wie sie die ganze Zeit in Selbstmitleid versinkt. Gleichzeitig fand ich sie total mutig. Einfach mal in ein anderes Land zu reisen, sie kennt niemand dort und baut sich einen kleinen Kundenstamm dort auf.

Je mehr ich gelesen habe und je tiefer ich in die Geschichte eingestiegen bin, desto wohler habe ich mich gefühlt. Und nachdem ich ein Drittel des Buches gelesen habe, habe ich mich richtig darauf gefreut weiterzulesen. Das ist auch mein Kritikpunkt. Es hat lange gedauert, bis mir die Charaktere nahe genug waren, um ihre Geschichte weiterverfolgen zu wollen. Ro wurde endlich selbstbewusster, attraktiver, offener. Sie zieht sich endlich ihre eigenen Klamotten an. Und auch die anderen Charaktere werden interessanter, fügen sich besser in die Geschichte ein.

Der Schreibstil ist locker und leicht. Die Beschreibungen sind wunderschön und man kann sich gut vorstellen, wie es dort aussehen muss. Im Laufe des Buches passieren dann auch noch Mordanschläge und es geht in eine kriminalistische Richtung, was mir sehr gut gefallen hat. Mehr Spannung.

Nach und nach lernt man die anderen Charaktere kennen, was sie antreibt, warum sie handeln, wie sie handeln, wie unterschiedlich sie mit den Schicksalsschlägen umgehen, die sie oft hart treffen.

Die langgezogen Szenen, in denen nicht viel passiert, wechseln sich mit den spannenden Stellen ab.

Fazit

Ein Sommerroman zum Entspannen, in dem es um Freundschaft, um das Leben, um Neuanfänge und um Schicksalsschläge geht, und wie unterschiedlich man damit umgehen kann. Und natürlich geht es auch ein bisschen um die Liebe. Wenn man den ersten Teil geschafft hat und sich mit dem langsamen Schreibstil der Autorin angefreundet hat, ist es eine wunderschöne Geschichte perfekt für den Sommer.

Titel: Ein Sommer in den Hamptons
Preis: 9,99 € (ebook)  10,00 € (Taschenbuch)
Seiten: 592 (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-442-48750-9 
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Rezension: Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen – Petra Hülsmann

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petra Hülsmann cover

Bildquelle: Bastei Lübbe Verlag

Das Buch “Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“* wurde von Petra Hülsmann geschrieben und ist im Bastei Lübbe Verlag erschienen. Mir wurde das E-Book freundlicherweise über NetGalley zur Verfügung gestellt.

Ich lese die Bücher von Petra Hülsmann sehr gerne. Und habe mich natürlich sehr auf das Neuste von ihr gefreut »Wenn`s einfach wär, würd`s jeder machen.«

Es geht um Annika, die an einer Eliteschule unterrichtet. Sie ist total zufrieden, liebt ihre Schüler und ihre Schüler lieben sie. Plötzlich bricht die Welt für sie zusammen und sie wird an die Astrid-Lindgren Schule versetzt, eine Schule in eim Problembezirk liegt. Sie ist am Boden zerstört und tut alles dafür, um wieder zurück zu ihrer alten Schule gehen zu können. Sie setzt sich in den Kopf, ein Musical auf die Beine zu stellen und will damit einen Preis gewinnen. Dafür braucht sie die Hilfe ihres alten Schulkameraden Tristan und wirbelt damit einen Teil ihrer Vergangenheit wieder auf, die sie eigentlich hinter sich lassen wollte. Und da ist auch noch ihr Nachbar Sebastian, der in ihr ganz besondere Gefühle auslöst.

Leider hat mich der ganze Plot extrem an den Film »Fack yu Göthe« erinnert, was ich unglaublich schade fand. Eine Lehrerin muss an eine Schule im Brennpunkt, dort gibt es nur Schüler mit Namen wie Heaven-Tanita oder Meikel, Kinder mit Migrationshintergrund oder aus schlimmen Familien, und sie stellen dann ein Musical auf die Beine. Wenn es kein Buch von Petra Hülsmann wäre, dann hätte ich es wahrscheinlich direkt abgebrochen.

Zum Glück ändert sich das irgendwann und die Geschichte wird eigenständig.

Leider hatte ich so meine Probleme mit den Charakteren. Annika ist echt naiv und nervig. Es passieren Dinge, bei denen ich jedes Mal die Augen rollen musste.

 

Spoiler

Annika brennt die Küche in ihrer WG ab, merkt es selber gar nicht und muss gerettet werden. Das Ganze hat auch keine großen Konsequenzen.

Auch ihr Umgang mit Tristan, in den sie mit 16 Jahren total verliebt war, hat mich genervt. Was für eine Überraschung, als sie plötzlich merkt, dass sie doch nicht zusammen passen, nachdem sie ihn die ganze Zeit so sehr anhimmelt, dass selbst die Schüler es merken.

Ihre WG-Mitbewohnerin ist da ganz anders. Obwohl sie sich nicht verlieben will, tut sie es doch und zwar in ihren Arbeitskollegen Tobi. Sie redet das ganze Buch über von ihm und dann ist es einfach aus und das war`s. Irgendwie hat mir da was gefehlt.

Spoiler Ende

Irgendwie fehlte mir auch die Liebesgeschichte, weil ich irgendwie die ganze Zeit wusste, wie es ausgeht.

Das Beste an diesem Buch ist Petra Hülsmanns flüssiger und toller Schreibstil. Mir gefällt ihr Humor. Man taucht in die Geschichte ein und kann nicht aufhören zu lesen.

Und natürlich habe ich mich wieder sehr über Knuts Auftritt gefreut. Ich mag, dass das Buch in Hamburg spielt, und dass man das Gefühl hat, jeden Ort nachgehen zu können.

Trotz der vielen Übertreibungen und dem seltsamen Verhalten von manchen Figuren hat mich das Buch ganz gut unterhalten. Vor allem in der zweiten Hälfte des Buches.

Titel: Wenn`s einfach wär, würd`s jeder machen
Preis: 8,99 € (ebook)  11,00 € (Taschenbuch)
Seiten: 576 (gebundene Ausgabe)
ISBN: 978-3-404-7690-8

Amazon*

Bastei Lübbe Verlag

 

Rezension: Stars over Castle Hill – Schicksalhafte Begegnung von Samantha Young

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Bildquelle: Ullstein-Verlag

Das E-Book wurde mir über NetGalley vom Ullstein-Verlag zur Verfügung gestellt.

In dem Buch „Stars over Castle Hill – Schicksalhafte Begegnung“ von Samantha Young, erschienen im Ullstein-Verlag, geht es um Joss und Braden Carmichael, die glücklich verheiratet sind und drei Kinder haben.
Joss ist Schriftstellerin und soll eine »Was-wäre-wenn«-Novelle schreiben. Sie entscheidet sich dafür, ein alternatives Kennenlernen mit Braden zu erfinden. Was wäre, wenn sie sich nicht vor zehn Jahren getroffen hätten, sondern erst jetzt? Wer wäre sie, wenn sie ihm nicht begegnet wäre? Sie glaubt daran, dass sie beide füreinander bestimmt sind, und dass sie sich früher oder später ineinander verliebt hätten. Voller Angst vor der großen Liebe würde sie sich mit dreißig vielleicht einsam fühlen. Würde Braden immer noch um sie kämpfen, wenn er vielleicht schon eine Ehe hinter sich hätte?

Ich habe erst später bemerkt, dass dies wohl eine Art Spin-off oder Fortsetzung der Edinburgh Love Story Reihe ist. Ich habe diese Bücher (noch) nicht gelesen. Allerdings hat mich das nicht wirklich gestört.

Es ist das erste Buch, das ich von Samantha Young lese und ihr Schreibstil hat mich voll überzeugt. Er ist flüssig, mitreißend, spritzig, gefühlvoll, locker. Ich konnte mich super in die Figuren hineinversetzen.
Mir hat besonders gut gefallen, dass Braden und Joss schon etwas älter sind. Sie waren bedachter in ihren Handlungen, haben Verantwortung übernommen, Entscheidungen akzeptiert und versucht sich in den anderen hineinzuversetzen, was mir bei manchen YA-Romanen fehlt. Leider ging mir das Ende etwas zu schnell. Es war eben nur eine Kurzgeschichte.Trotzdem hat es an nichts gefehlt. Überraschende Wendungen, prickelnde Szenen, Komik, ein Auf und Ab der Gefühle.

Ich kann das Buch auch empfehlen, wenn man noch nichts von Samantha Young gelesen hat, allerdings wäre es vielleicht schlauer, die Reihe mit dem ersten Band zu beginnen 😉

Titel: Stars over Castle Hill – Schicksalhafte Begegnung
Preis: 1.99 €
Seiten: 144
Bindung: e-pub
ISBN: 978-3-843-71697-0

Rezension – Das Leben fällt, wohin es will von Petra Hülsmann

Meine Junibücher

Ich möchte euch drei Bücher vorstellen, die ich im Juni gelesen habe bzw. noch lese. Darunter ist ein dritter Teil (Juchhu, Reihe beendet) ein erster Teil und ein Einzeltitel.

 

dieBestimmung

Anfang des Monats habe ich den dritten Band der Bestimmung gelesen. ( „Die Bestimmung – Letzte Entscheidung“ von Veronica Roth, Goldmann Verlag) Leider hatte ich schon von vielen gehört, dass sie das Buch nicht mochten und so bin ich bereits mit einer gewissen Grundeinstellung rangegangen. Ich hatte keine Erwartungen und die wurden erfüllt. Das Buch hatte für mich nichts mehr mit den anderen Büchern zu tun. Ich hatte das Gefühl, dass ich eine ganz andere Geschichte lese, mit Hinweisen und Bezügen zu den anderen beiden Teilen. Die Charaktere waren nicht so, wie ich sie kannte. Wäre es ein eigenes Buch gewesen ohne Vorgeschichte, hätte ich es sicher ganz anders gelesen. Aber so konnte es mich nicht begeistern.

Auch der Perspektivwechsel, der in diesem dritten Teil eingeführt wurde hat mich mehr genervt, als das es dem Buch etwas Besonderes gegeben hätte. Ich wurde jedes Mal aus meinem Lesefluss rausgerissen und brauchte erst mal ein bisschen, bis ich mich in die Perspektive reingefunden hatte.

Teil 1 ist absolut zu Empfehlen, die anderen beiden haben mich leider enttäuscht.

 

simone elkeles

Dann habe ich „Herz verspielt“ von Simone Elkeles gelesen (cbt-Verlag). Obwohl ich nicht viel mit Football anfangen kann, hat mir die Story gefallen. Ich mochte Ashtyn, weil sie ihren Traum verfolgt und sich alleine als Frau unter Männern durchschlägt und sich nicht unterkriegen lässt, nicht einmal als ihr Freund und einzige Quarterback zur Konkurrenz wechselt. Sie reagiert manchmal ein bisschen über und ist stur, aber sie weiß eben, was sie will und wie sie es erreichen kann. Auch Derek mochte ich. Er war keiner dieser Bad Boys, einfach grundanständig und sympathisch mit coolen Sprüchen. Und natürlich genauso stur, wie Ashtyn. Auch Ashtyns Football-Team mochte ich sehr. Ein tolles Buch, gut zu lesen und witzig.

Es gibt noch einen Folgeband. Die Geschichte könnte aber auch hier abgeschlossen sein.

 

PetraHulsmann3

Im Moment lese ich „Glück ist, wenn man trotzdem liebt“ von Petra Hülsmann (Bastei Lübbe). Ihre ersten beiden Bücher habe ich als Hörbuch gehört und „Hummeln im Herzen“ ist einer meiner Lieblings(hör)bücher. Das dritte Buch habe ich im Zuge einer Lesechallenge auf Lovelybooks gewonnen. Vielen Dank dafür.

Es geht um Isabelle, die in einem kleinen Blumenladen arbeitet. Sie liebt es, über alles und jeden Kontrolle zu haben. Alles muss nach Plan laufen. Doch da das nicht funktioniert, muss sie mitansehen, wie ihr Leben immer wieder durcheinander gerät. Vor allem seit Jens und seine quirlige Halbschwester Merle auftauchen, geht es bei Isa drunter und drüber. Jens hat das Restaurant gegenüber vom Blumenladen eröffnet und weigert sich strikt, Isa ihre gewohnte Suppe zu kochen. Merle dagegen versucht alles Mögliche, um die beiden zu verkuppeln. Diese und andere Situationen haben mich oft zum Lachen gebracht.

Ganz besonders mag ich an Petra Hülsmanns Bücher, dass bekannte Figuren immer wieder auftreten, wie z.B. Knut, der unglaublich sympathische, rockige Taxifahrer.

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Charaktere sind so sympathisch beschrieben, dass man sie einfach ins Herz schließen muss.

Dass dies das dritte Buch ist, das ich von der Autorin lese und ich das nächste jetzt schon kaum erwarten kann, sagt wohl mehr als tausend Worte.

(Bildquelle: Amazon)

 

Kennt ihr das, wenn ihr so langsam lest, weil ihr das Ende des Buches so weit wie möglich herauszögern wollt?

Ich will zwar wissen, wie es ausgeht, habe aber Angst davor, dass es dann zu Ende ist. Äußerst seltsam . 🙂