Rezension: Das Atelier in Paris – Guillaume Musso

Schon Oktober. Die Zeit vergeht wieder rasend schnell und hier auf dem Blog ist nicht viel passiert. Ich stecke gerade mitten in den Vorbereitungen für die Frankfurter Buchmesse. Dort werde ich von Donnerstag bis Samstag herumlaufen und hoffentlich alle meine lieben Buchmenschen, Blogger- und Illustratorenkollegen wiedersehen. Ich liebe diese Zeit des Jahres sehr, obswohl ich sagen muss, dass es dieses Jahr leider in Stress ausartet.

Das könnte auch daran liegen, dass ich tausende Ideen habe und alle fünf Minuten etwas entscheide und wieder umschmeiße. Zur Vorwarnung: es könnte sein, dass ich meinen Blog demnächst umlagern und auf meiner Website weiterschreiben werde, die allerdings vorher unbedingt eine Überarbeitung benötigt. Ich wünschte manchmal, dass der Tag 48 Stunden hat, aber solange dass nicht der Fall ist, werden die Veränderungen und neuen Ideen erst nach und nach und langsamer, als mir lieb ist, umgesetzt werden.

Aus diesem Grund beschäftige ich mich gerade sehr mit Zeitmanagement und habe (als whrscheinlich letzte) das Bullet Journaling für mich entdeckt. Mal sehen, ob das für mich funktioniert.

Aber jetzt steht erstmal die Buchmesse vor der Tür. Wen werde ich denn da noch antreffen? Fahrt ihr nach Frankfurt?

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Bildquelle: Piper Verlag

Das Buch »Das Atelier in Paris*« wurde von Guillaume Musso geschrieben und ist im Pendo Verlag erschienen, der zum Piper Verlag gehört. Mir wurde das Buch freundlicherweise über NetGalley zur Verfügung gestellt.

Von Musso habe ich bereits »Vierundzwanzig Stunden*« gelesen und ich habe noch ein paar andere Bücher im Regal stehen.

In dem Buch geht es um einen mürrischen, alten Theaterautoren oder Dramaturg namens Courtance und eine Ex-Polizistin, die durch einen Buchungsfehler das gleiche Haus gemietet haben. Wie jedes Jahr will Courtance im ihm verhassten Paris ein neues Theaterstück schreiben, während Madeline Greene in ihre alte Heimat zurückkehrt, nachdem sie sich – enttäuscht von der Liebe – dazu entschieden hat, ihre eigene Familie zu gründen.

Natürlich sind sie nicht gerade erfreut, über das Aufeinandertreffen, wo sie sich doch beide auf Ruhe und Frieden gefreut haben. Doch jeder von ihnen ist auf seine Art fasziniert und interessiert an dem Künstler, in dessen Haus sie einquartiert wurden und was mit ihm passiert ist. Zunächst noch im Alleingang und dann gemeinsam, finden sie immer mehr fürchterliche Dinge über Sean Lorenz‘ Leben heraus. Der Aufstieg und Untergang eines Künstlers und wie er alle mit sich riss.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl beide Protagonisten nicht gerade Symphatieträger sind. Im Großen und Ganzen besteht das ganze Buch aus gebrochenen Menschen. Dennoch hat man immer die Hoffnung, dass sie sich doch noch berappeln (sagt man das überhaupt?) und am Ende alles gut wird.

Leider gibt es etwa in der Mitte des Buches einige Passagen, die ziemlich langatmig sind. Zudem geht es viel um Kunst und ich kann mir vorstellen, dass jemand, der absolut nichts damit anfangen kann, auch die Ausführungen über die Gemälde und Farben langweilig findet.

Allerdings wird die Spannung weiterhin dadurch aufrechterhalten, dass man wissen will, was in Wahrheit mit Lorenz und seinem Sohn passiert ist. Kann es noch ein Happy End geben?

Und das Ende ist auch ein weiterer Kritikpunkt. Ich habe mir schon gedacht, wie es ausgehen könnte und ehrlich gesagt habe ich mir vielleicht sogar gewünscht. Allerdings fand ich es schlussendlich doch ein wenig zu konstruiert.

Fazit

Abgesehen von dem Spannungseinbruch in der Mitte und dem nicht ganz überzeugenden Ende hat mir das Buch sehr gut gefallen. Leider ist es keines der Bücher, die man wieder und wieder lesen kann. Dafür ist mir die Stimmung etwas zu depressiv. Dennoch hat es für einige schöne Lesestunden gesorgt.

Cover

Ich liebe das Cover. Ich liebe die Farbe, ich liebe das Bild. Ich könnte es mir echt den ganzen Tag anschauen, ebenso auch das Cover von »Das Mäschen aus Brooklyn*«. Dabei kann ich nicht mal sagen, was genau mich daran so sehr fasziniert. Ich denke es ist vor allem die Farbe.

(Allerdings liebe ich die französischen Buchcover auch sehr)

 

Titel: Das Atelier in Paris
Preis: 12,99 € (ebook)  16,99 € (broschierte Ausgabe)
Seiten: 464 (broschierte Ausgabe)
ISBN: 978-3-866-12446-2

 

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Rezension – Evolution – Teil 2 und Teil 3

Schon wieder 2 Wochen vorbei. Eigentlich sollte die Rezension früher kommen, aber das Jahr hat so angefangen, wie es geendet hat: stressig. In der ersten Woche habe ich ein Projekt beendet, das noch geheim ist, und in der zweiten Woche war ich auf der Heimtextil in Frankfurt.

Aber eigentlich soll es ja um die Rezension geshen:

Evolution –  der Turm der Gefangenen (Teil 2)*

Evolution – die Quelle des Lebens (Teil 3)*

zur Rezension von Teil 1 geht es hier entlang

Die Bücher sind ursprünglich im Arena Verlag erschienen und wurden von Thomas Thiemeyer geschrieben.

Nach einem Flugzeugabsturz erwachen die Passagiere in einem Amerika, das so ganz anders aussieht, als es aussehen sollte. Alles ist verlassen und mit Pflanzen überwuchert.

Ein paar Jugendliche schließen sich zusammen und versuchen herauszufinden, was passiert ist. Auf ihrem Weg begegnen ihnen schreckliche Dinge und sie sind Gefahren ausgesetzt, die sie sich in ihrer alten Welt kaum vorstellen konnten.

Ich habe den zweiten und auch den dritten Teil als Hörbuch gehört, erschienen im Rubikon Audio-Verlahgelesen von Mark Bremer. Besonders gut hat mir gefallen, dass es zu Beginn immer eine kleine Einführung gibt. In wenigen Worten wird erzählt, was im letzten Band passiert ist. Eine super Idee. Man weiß sofort wieder, wo man ist. Sehr hilfreich, wenn man die drei Bücher nicht hintereinander liest. 🙂

Der Schreibstil ist schlich und einfach gehalten, was mir sehr gut gefallen hat. Die Vorlieben des Autors (er hat Geologie und Geographie studiert) werden schnell klar. Es geht um die Entwicklung des Lebens, die Grausamkeit und der Egoismus der Menschen. Es gibt einige technische Begriffe, die aber gut und verständlich erklärt werden

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven jeweils aus der dritten Person erzählt. Die Perspektivwechsel sind sehr gut gelungen, was ich persönlich als besonders wichtig empfinde. Man weiß sofort, wer da spricht, was den Lesefluss nicht ins Stocken geraten lässt. Natürlich hat man dadurch nicht so viel Einblick in die Gefühlswelt der Charaktere, was mir aber nicht gefehlt hat. Die Charaktere sind insgesamt leider eher stereotypisch gehalten. Man erfährt kaum etwas über sie, was wirklich schade ist. Sie scheinen eine Vergangenheit zu haben, denn ab und zu werden Details erwähnt, aber es kommt nie wirklich zur Sprache. Das fehlt irgendwie. Auch die extreme Wandlung einiger Charaktere fand ich nicht so toll, z.B Marek, der sich in jedem Band komplett anders verhält. Und die angedeutete Verliebtheit zwischen manchen Personen hat mich öfters die Augen verdrehen lassen. Gerade in dieser Geschichte fand ich das eigentlich überflüssig.

Insgesamt stehen die Konflikte und Beziehungen der Charaktere innerhalb der Gruppe im Vordergrund. Sie werden auf die Probe gestellt, müssen einander vertrauen und versuchen, sich gemeinsam gegen äußere Einflüsse zur Wehr zu setzen und durchzuhalten.

Ich hatte ein Problem mit der Sprache der Charaktere. Obwohl zwischen den Jugendlichen einige Jahrhunderte liegen, ist der einzige Unterschied, dass sie technisch nicht auf dem gleichen Stand sind. Sie sprechen gleich, sie benehmen sich gleich. Das fand ich total irritierend.

Und auch die Ereignisse an manchen Stellen kamen mir eher unwahrscheinlich vor und sehr weit hergeholt. Leider gab es auch einige Logiklöcher. Die Jugendlich sind technisch so versiert und können alles händeln, was ihnen in den Weg kommt. Mir haben einfach zu oft logische Erklärungen gefehlt. Gerade der dritte Band hat einiges zu bieten, was ich als übertrieben oder unlogisch empfand.

Insgesamt wird die Reihe (wie es leider öfter der Fall ist) mit jedem Band schlechter. Dennoch mag ich das Thema und finde die Idee interessant, dass die Natur sich die Zerstörungswut der Menschen nicht gefallen lässt, sondern irgendwann mal zurückschlagen könnte.

 

Titel: Evolution – Ter Turm der Gefangenen
Preis: 13,99 € (ebook) 16,99 € (gebundene Ausgabe)
Seiten: 376 (gebundene Ausgabe)
ISBN: 978-3-401-601687
Titel: Evolution – Die Quelle des Lebens
Preis: 14,99 € (ebook) 17,99 € (gebundene Ausgabe)
Seiten: 416 (gebundene Ausgabe)
ISBN: 978-3-401-601694

 

Lettering – Ideen, Beispiele, Guide

Wie ihr auf Instagram sehen könnt, bin ich seit einiger Zeit (mal wieder) dem Lettering verfallen. Nach meinem Illustrationsstudium habe ich mich schon mal in Kalligraphie geübt (damals war Lettering bei uns noch nicht bekannt), es dann aber nicht mehr weiterverfolgt.

Ich wollte schon immer etwas mit Wörtern und Buchstaben machen und habe früher viel geschrieben und gestaltet: Sprüche, Geschichten, Grußkarten usw.

Pentel Sign* Brushpen und Rembrandt Aquarell*

Durch die vielen tollen Bilder, die man plötzlich überall sieht, habe ich mich wieder daran erinnert, wieviel Spaß es macht analog zu arbeiten. Ich habe meine alten Stifte, Federn und Pinsel rausgekramt und einfach wieder damit begonnen meine Leidenschaft auf (echtes) Papier zu bringen. Es gibt mittlerweile so viel Inspiration, dass man dem Hyphe wohl kaum mehr entkommen kann.

Tombow Fudenosuke* Brushpen und Ecoline* Brushpen von RoyalTalens

Gerade zu Weihnachten macht sich eine selbstgeletterte Grußkarte oder ein beschriebener Geschenkanhänger ja auch besonders gut.

weißer POSCA Marker* von uniball und Edding Glanzlackmarker gold* auf schwarzem Karton

Aus diesem Grund habe ich einen Lettering-Guide zusammengestellt, den ihr in meinem kleinen Shop kaufen könnt.

Ihr erhaltet ein PDF zum Ausdrucken. Die Letterings  und Illustrationen könnt ihr als Vorlagen für eure eigenen Projekte benutzen.

weißer Posca Marker* von uniball

Ob es jetzt eine Weihnachtskarte, Plätzchentüten, Fensterbilder, beletterte Christbaumkugeln oder vielleicht sogar Sektflaschen zum Neujahr sind.

wasserfester Fineliner Uniball eye und Glanzlackmarker* gold von edding

Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und wenn ihr mal selber nicht so viele Ideen habt, könnt ihr euch die Beispiele oben ansehen. Oder als kleiner Tipp: Schaut euch mal auf Pinterest um, da findet ihr garantiert etwas, das euch gefällt.

Uni-Ball – Produkttest – malen, illustrieren, schreiben

Vor einiger Zeit wurde ich von uni-ball gefragt, ob ich ein paar ihrer Stifte und Marker ausprobieren möchte. Da ich sowieso schon einige der Stifte benutzte, habe ich gerne zugesagt.

uniball

Meine Lieblingsstifte sind die Fineliner. Sie sind wasserfest und deshalb super für Aquarellmalerei geeignet.

Ein weiterer Lieblingsstift ist der weiße Signo Broad-Gelstift. Ich habe schon so viele weiße Stift ausprobiert und keiner konnte dem von uni-ball das Wasser reichen. Er ist superdeckend und gleitet nur so über das Papier. Seitdem ich diesen Stift entdeckt habe, habe ich keine Angst mehr vor Fehlern. 🙂 Außerdem kann man supergut Highlights setzen.

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Desweiteren habe ich die Chalk-Marker ausprobiert. Ich habe vorher noch nie solche Stifte benutzt. Aber das System ist ganz einfach. Man kann die Spitze des Markers eindrücken und „pumpt“ so die Farbe raus. Da ich keine richtige Tafel habe, habe ich mir mit Tafelfarbe selber eine gebastelt.

Endlich werden die Finger nicht mehr dreckig 🙂

posca tafelstifte verena muenstermann

Allerdings sollte man die Farbe nicht zu lange darauf trocknen lassen, sonst geht sie nicht mehr richtig ab. (Ich kann mir allerdings vorstellen, dass das an der Tafelmalfarbe liegt. Ich habe dann einfach eine neue Schicht darüber gemalt)

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Schon seit Jahren wollte ich immer mal Schuhe bemalen. Keine Ahnung, warum ich das bisher noch nie gemacht habe. Irgendwie habe ich mich wahrscheinlich nicht getraut 😉

Aber das ist jetzt vorbei. Mit den Posca Markern kann man auf jede Menge verschiedener Materialien malen.

Auf Stoff,

auf Papier

sogar auf Blättern (passend zum Herbst)

und auch auf Glas:

Wie wäre es mit einer kleinen Nachricht oder mit einem Wunsch (für das Brautpaar)?

posca marker verena muenstermann

auf Glas sollte man die Farbe gut trocknen lassen, sonst lässt sie sich leicht abwischen (gut, wenn man einen Fehler korrigieren möchte). 🙂

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Zuletzt durfte ich auch noch die Pinselstifte testen. uniball brushpens verenamuenstermann

Ich war überrascht, dass vorne nicht wie bei anderen Pinselstiften eine bewegliche bzw. druckempfindliche Spitze vorhanden war, sondern einzelne „Pinselhaare“.

uniball brushpens verenamuenstermann uniball brushpens verenamuenstermann

Ich brauchte ein bisschen Zeit, bis ich mich daran gewöhnt habe, aber je mehr ich damit übe, desto besser gefallen sie mir.

uniball brushpens verenamuenstermann

Man hat unglaublich viele Möglichkeiten mit den Stiften. Bisher habe ich immer ganz traditionell mit Pinsel und Farbe gemalt (oder am PC). Aber zum Mitnehmen ist das nichts. Die Stifte dagegen sind super, um unterwegs flexibel zu sein. Keine Farbtuben, kein Wasserfass. Einfach nur Stift und Papier (oder ein anderer Untergrund).

Ich hoffe, euch gefällt mein kleiner Bericht und vielleicht habt ihr ja jetzt auch mal Lust, die Stifte auszuprobieren. Es ist auf jeden Fall für jeden etwas dabei. 🙂

Schaut doch mal bei uni-ball vorbei. 🙂

 

Rezension – Wellington-Saga – Versuchung

Die Wellington-Saga – Versuchung (Teil 1) von Nacho Figueras und Jessica Whitman, erschienen bei Blanvalet.